Neufassung der Definitionen psychischer Krankheitsbilder

Saturday, November, 16, 2013

dahlke

Quelle: Auszug aus Dahlke Newsletter vom 30. Oktober 2013

Was ist das für eine Zeit, der Herbst 2013 – von einem so mit negativen Erwartungen belegten Jahr? Wenn wir Negatives suchen, finden wir tatsächlich einiges. Wir werden nicht erst seit neuestem immer kränker (geschrieben). Führte schon bisher die Veränderung der Ärzte-Honorierung in Deutschland nicht mehr nur nach Diagnose, sondern nach Schweregrad – wie vorauszusehen – zu immer schwerwiegenderen Diagnosen, gibt es jetzt auch eine Art Generalangriff auf die seelische Gesundheit. Wer das Ausmaß von Placebowirkungen und selbsterfüllenden Prophezeihungen verstanden hat, weiß um die Gefahren solcher Maßnahmen ohne Maß. Hier droht eine weitere Polarisierung, denn natürlich lassen sich nicht wenige aus den bekannt kranken Gründen ganz gern krank schreiben, aber einer Mehrheit droht hier eine annähernd unbemerkte Entmündigung zu Gunsten der Pharmaindustrie. Und es ist ja schon noch ein Unterschied, ob man sich selbst bewusst krank schreiben lässt, was man immer se lbst zu verantworten hat, oder unbemerkt zum Opfer eines Komplottes wird. Und wie rasch das geht, konnten wir erleben als die WHO, eine bis dahin als unbescholten geltende Institution, die Definition der Pandemie änderte als das der Schweingrippen-Angstkampagne mit anschließender Impforgie dienlich war.

Was ist passiert? 2013 brachte uns das neue DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), die Neufassung der Definitionen psychiatrischer Krankheitsbilder. Das ist ein echter US-Clou, der dazu führen könnte, dass bald alle für verrückt erklärt werden. Die Creme der US-Psychiater will offenbar die Welt zum Irrenhaus machen. Der einzige Vorteil dieser Nacht-und-Nebel-Aktion liegt darin, die Absatzzahlen der Pharmaindustrie langfristig zu sichern, oder mir fällt sonst keiner ein. Was sich wie ein schwarzmalendes Weltuntergangsszenario liest, zu dem ich ja sonst nicht neige, wird wohl bald offizielle Lehrmeinung der Schulmedizin, wenn wir nicht massiv protestieren. Die APA (American Psychiatric Association) legt im DSM-5, der Bibel der Psychiatrie, fest, was noch normal ist oder schon so gestört, dass es einer Diagnose bedarf und so zum therapiewürdigen pathologischen Geschehen wird. Traditionell beeinflusst das DSM die ICD-Regeln, unsere Defin itionen von Krankheitsbildern.

Einige Beispiel für die drohende Pandemie an Geisteskrankheiten:

Wer dreimal pro Woche die Kontrolle über seine Essensmenge verliert und von Mahl- zu Schlingzeit wechselt, hat nicht einfach zeitweilig das rechte Maß verloren oder über die Stränge geschlagen, wie man das früher nannte. Nein, der leidet nun unter Binge Eating und ist psychiatrisch zu versorgen. Und dann wird sicher bald auch ein entsprechendes Medikament für dieses schwere Leid erfunden, denn erfinderisch ist sie nun mal, unsere Pharma-Industrie. Das fällt zwar einigen auf und führte sogar zu Ausdrücken wie “Krankheitserfinder”. Aber viele sind für solch entlastende Diagnosen wohl auch dankbar. Galt man früher einfach als “hemmungsloser Fresssack”, ist man jetzt Binge-eater mit Anspruch auf Mitgefühl und Behandlung.

Musste man bisher für die Diagnose “Depression” Symptome wie Verstimmung, Grübelzwänge, Minderwertigkeitsgefühle, Lustverlust für wenigstens zwei Monate vorweisen, genügen nun schon zwei Wochen. Wer also vier Wochen nach dem Tod seines Partners immer noch traurig und lustlos ist und bisher als trauernder Angehöriger durchging, leidet nun schon an Depression. Auch den Konkurs seiner Firma sollte der moderne Mensch gefälligst innerhalb von 14 Tagen überwinden, sonst droht ebenfalls die schicksalsschwere Diagnose. In schnelllebiger Zeit ist es da wohl auch angemessen, wenn Liebeskummer über zwei Wochen hinaus zur Depressionsdiagnose führt. Dr. Schmiedel, von dem ich diese Hiobsbotschaften des neuen DSM-5 in seinem Habichtswald-Klinik-Newsletter zuerst erfuhr, bringt es in Anlehnung an den wundervollen bayrischen Film auf den Punkt: “Wer länger trauert, ist schneller verrückt”.

Und wenn noch nichts für Sie dabei war, keine Angst, jeder kann in Zukunft dran kommen, etwa wer sich unmotiviert kratzt. Was früher überhaupt keiner Beachtung wert erschien, ist nun in (der neuen) Wahrheit eine Skin Picking Dysorder.

Und für unsere Kleinen, an denen sich noch länger verdienen lässt, haben die US-Psychiater auch ein paar Geschenke: Wenn sie sich bisher bei Wutanfällen schreiend auch mal auf den Boden warfen, galt das als Teil der Trotzphase, in Zukunft haben sie nun Anspruch auf die Diagnose DMDD (Disruptive Mood Dysregulation Disorder), eine angeblich gravierende und deshalb therapiewürdige Störung.

Der alte Hit ADHS, die sogenannte Hyperaktivität, die ja erst erfunden wurde, nachdem das Mittel dagegen schon da war, wie der reumütige Mediziner-Erfinder noch auf dem Totenbett zugab, ist nun dank neuem DMS-5 herrlich ausbaufähig. Unruhige Kinder wie den sprichwörtlichen “Zappelphilipp”, den der deutsche Nervenarzt Hoffmann schon vor langer Zeit im Struwwelpeter unsterblich machte, gab es wohl schon immer. Aber zur Seuche wurde dieses Syndrom erst, nachdem es benannt und medikamentös versorgt werden konnte. Bisher konnte so bereits bei jedem fünften deutschen Jungen die Diagnose ADHS gestellt werden, und jeder zehnte bekam dann das (für Novartis) gute Ritalin, das dem Betäubungsmittelgesetz unterworfen, in Schweden auf der Ebene von Heroin verboten ist.
Nun aber kann der Umsatz fast ungebremst steigen, denn mussten bis jetzt die Symptome wie Unruhe und Konzentrationsmängel vor dem 7. Lebensjahr diagnostiziert werden, reicht es jetzt, wenn sie bis zum 12. auftreten. Durch die unsägliche Tierprotein- und hier besonders die Milchmast, erreicht aber über die Hälfte der US-Kinder die Pubertät schon vor dem 10. Lebensjahr. Bei allen Pubertierenden aber gibt es Konzentrationsstörungen und bei vielen zappelige Phasen. Wenn sie nun alle mit ADHS diagnostiziert werden, ist die Freude sicher groß (beim Hersteller).

Eine Umstellung auf vollwertig pflanzliche Kost könnte hier viel bringen, wird aber wohl in Zukunft hinter Ritalin verblassen, wenn sich Mediziner wie bisher kritiklos zu Handlangern der Pharma machen.

Dr. Schmiedel schreibt, “eine breitflächige Verordnung eines BTM (Betäubungsmittel-Ordnung)-Medikamentes an einen nennenswerten Teil unserer Jugend ohne Kenntnis der Langzeitfolgen nenne ich einen wissenschaftlichen Feldversuch riesengroßen Ausmaßes, an dem ich meine Kinder nicht ohne große Not als Versuchskaninchen beteiligt wissen möchte.”
Da wirft sich die Frage auf, ob nicht eher die Erfinder solcher Diagnosen und ihrer Ausweitung krank sind als die Opfer. Liegt der Grund für die inflationäre Pathologisierung der Bevölkerung tatsächlich darin, dass demnächst die Patente der neuen Antidepressiva (SSRI) auslaufen, wie Dr. Schmiedel mangels anderer Erklärung vermutet, geht es wirklich nur um die Erschließung neuer Märkte? Mir fällt leider beim besten Willen auch keine andere Erklärung ein. Dr. Schmiedel macht den Widersinn deutlich, indem er noch weitere Diagnosen anbietet: für Säuglinge, die kaum auf der Welt, zu schreien anfangen, das Postuterine Belastungssyndrom (PUBS) und für zukünftige Patienten, die sich gegen absurde Diagnosen offensiv wehren, das APS (Aggressive Patient Syndrom).

Witzig gemeint, hat das einen ziemlich dramatischen Hintergrund. Wenn wir es tolerieren, psychische Störungen so weit zu fassen und ganz normales Geschehen mittels phantastischer Namen “krank zu schreiben”, wird es in Zukunft zum Kinderspiel, missliebige Menschen zu psychiatrieren – eine Situation, die wir im Ostblock mal heftig kritisiert haben, als etwas der System-Kritiker Sacharow in die Sowjet-Psychiatrie gesteckt wurde.
Bei uns wäre mindestens eine politische Diskussion fällig, denn der einzelne Patient ist hilflos. Wie soll er sich gegen ärztliche Autoritäten oder gar hochrangige Psychiater zur Wehr setzen, die ihn der Pharma ausliefern?

Wir Ärzte sind hier gefordert, uns gegen diese Mafia zur Wehr zu setzen, den Patienten reinen Wein einzuschenken, und dieses makabre (Intrigen)Spiel aktiv und offensiv zu boykottieren. Als ich es zuerst erfuhr und auf Facebook “postete” haben es über 125 000 gelesen, es interessiert also durchaus viele. Insofern lade ich auch jetzt alle ein, diesen Rundbrief weiter zu reichen und zu mailen, damit möglichst viel Licht in diese dunkle Geschichte kommt.

Ist es nicht bereits weit genug gekommen, wenn die Schulmedizin durch die Kunstfehler ihrer Mediziner und Nebenwirkungen der verordneten Pharmaka heute in praktisch allen Industrienationen zur dritthäufigsten Todesursache aufgestiegen ist. Sobald Mediziner streiken, sinkt die Todesrate deprimierend. Der Jesuit Ivan Illich schrieb schon vor Jahrzehnten die “Nemesis der Medizin”, wo er derlei damals noch unvorstellbar Fehlentwicklungen bereits aufzeigte.

Es ist jetzt die Zeit zum Aufwachen, und es geschieht bereits stellenweise und hoffnungsvoll. Wer will kann natürlich auch positive Zeichen der Hoffnung sehen. Das Fasten, in all meinen Arztjahren kritisch von Schulmedizinern beäugt und mit lächerlichen Argumenten schlecht geredet, wird nun von ihnen rehabilitiert. Russische Ärzte haben es seit Jahrzehnten unter wissenschaftlichen Bedingungen mit großem Erfolg bei den schwersten körperlichen und seelischen Krankheitsbildern eingesetzt, wie jetzt herauskommt. US-Forscher setzen es nun sogar bei Krebs ein, weil es – was wir Fastenärzte schon seit langem wissen und sagen – kranke Zellen schwächt und gesunde stärkt. Das dient in den USA bereits als Argument, es während der Chemotherapie einzusetzen.

Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” entdeckt Meditation als hochwirksam zur Heilung des Körpers – und belegt das mit ungezählten wissenschaftlichen Studien.

Schulmediziner kommen nicht mehr umhin, sich für vegane Ernährung zu interessieren und finden erwartungsgemäß keine Nachteile, sondern viele Vorteile – bei jeder ehrlichen Studie.